- 1: Ost-Berlin.
- 1.1: Hauptstadt.
- 1.1.1: Bezirke.
- 1.2: Alltag.
- 1.3: Mauer.
- 1.4: Diktatur.
- 1.5: Architektur.
- 1.6: Chronologie.
- 1.1: Hauptstadt.
- 2: aktuell.
- 2.1: Spurensuche.
- 3: Kontakt.
Berlin, Hauptstadt der DDR
Ost-Berlin war, trotz Alliierten- Status als sowjetisch besetzter Sektor Berlins, die Hauptstadt der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) und auch deren Regierungssitz.
Regelmäßig fanden Militärparaden der Nationalen Volksarmee (NVA) statt, zu der auch die jungen Berliner aus dem Ostteil der Stadt eingezogen wurden. Der Westen Berlins wurde dagegen zum Mekka der Wehrdienst- Unwilligen aus der gesamten Bundesrepublik Deutschland (BRD), da man dort den allgemeinen Wehrdienst in der Bundeswehr, gemäß den Alliierten- Vereinbarungen, nicht antreten musste.
Auch hatten in Ost-Berlin alle in der DDR existierenden Parteien (u.a. die CDU, LDPD, NDPD und natürlich die SED) ihre Hauptsitze und die Stadt war offiziell wissenschaftliches und kulturelles Zentrum des Landes. Diese Parteien standen jedoch seit 1950 nicht im Einzelnen zur Wahl, sondern bildeten in Ihrer Gesamtheit den Block der "Nationalen Front". Bei Wahlen hatten die Bürger diesem Block ihre Stimme zu geben oder nicht. Da aber die Wahlbeteiligung mit allen möglichen und unmöglichen Mitteln forciert wurde und eine transparente Kontrolle der Stimmenauszählungen nicht statt fand, kam es regelmässig zu Ergebnissen von 99% Zustimmung für die Kandidaten der "Nationalen Front". Dieses Ergebnis hätte allerdings einer wirklich freien Wahl nicht stand gehalten.


