- 1: Ost-Berlin.
- 1.1: Hauptstadt.
- 1.2: Alltag.
- 1.3: Mauer.
- 1.4: Diktatur.
- 1.5: Architektur.
- 1.5.1: Stadtansichten.
- 1.5.2: Palast der Republik.
- 1.5.3: Haus des Lehrers.
- 1.5.4: Tränenpalast.
- 1.5.5: Ost-Berlin und seine Bauten.
- 1.5.6: Panorama 1950.
- 1.6: Chronologie.
- 2: aktuell.
- 2.1: Spurensuche.
- 3: Kontakt.
Ost-Berlin Panorama- Fotografien aus den Jahren 1949-1952
Diese interessanten Panorama-Fotografien konnte man in der Zeit vom 1.11- 30.11.2008 im Rahmen des Monats der Fotografie in der Berlinischen Galerie ansehen. Sie stammen von einem Fotografen namens Tiedemann, der im Auftrag des Ost-Berliner Magistrats in den Jahren 1949- 1952 Stadtansichten von Ost-Berlin fotografierte.
Durch Klick auf die Bilder erhält man einen imposanten Panorama-Eindruck.
Pressetext zur Ausstellung:
SO WEIT KEIN AUGE REICHT - Berliner Panoramafotografien aus den Jahren 1949-52
Ein Schatz wurde aus den Tiefen des Archivs gehoben und erscheint nun in neuem Licht: Von Ostberlin existiert eine umfassende und zugleich außergewöhnliche foto-grafische Bestandsaufnahme der frühen 1950er Jahre.
Als der Krieg zu Ende war, die Enttrümmerung vorangeschritten und der Wiederaufbau einsetzte, entstand im Ostberlin der frühen 1950er Jahre eine bemerkenswerte foto-grafische Bestandsaufnahme. Im Auftrag des Magistrats der Hauptstadt der DDR dokumentierte ein Fotograf namens Tiedemann zentrale Schauplätze, aber auch andere Orte, die für die damalige Stadtplanung von Bedeutung waren. Den Pariser Platz oder das Schlossplatz-Areal hielt er ebenso fest wie die Baustelle des Walter-Ulbricht-Stadions oder eine Sand-Entnahmestelle an der Peripherie. Um die damalige Leere und Weite der zerstörten Stadt aber auch die erhaltenen urbanen Strukturen topografisch adäquat darzustellen, konzipierte der Fotograf durch den horizontalen Schwenk seines Apparates Bildfolgen, die in ihrer Zusammenschau Panoramen der verschiedenen Orte ergaben.
Welche bildnerische Qualität in diesen Aufnahmen steckt, hat nun eine Initiative des Berliner Fotografen Arwed Messmer an den Tag gebracht. Die einzelnen Sequenzen montierte er digital und schuf daraus großformatige synthetische Bildwelten, in denen das zerstörte Berlin als eine leere Bühne erscheint. So inspiriert wurde der in der Berlini-schen Galerie bewahrte Fundus an Fotografien der Ostberliner Bauverwaltung eine einzigartige Sammlung zur Architektur der DDR, dokumentiert in dem Band "Ost-Berlin und seine Bauten. Fotografien 1945-1990" neu gesichtet.
Das Projekt befindet sich an den Schnittstellen zwischen angewandter Stadtfotografie und einer medialen Praxis des Fotografischen, zwischen historischem Dokument und seiner ästhetischen Dimension, zwischen kollektiver Erinnerung und einer neuen Seherfahrung.
Landesmuseum für Moderne Kunst, Fotografie und Architektur
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