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30.7.2010 : 11:44 : +0200

Der Palast der Republik



Nach 32-monatiger Bauzeit wurde der Palast der Republik, der einst die Volkskammer der DDR beherbergte, am 23. April 1976 feierlich eröffnet. Der Palast der Republik wurde teilweise auf dem Gelände des im 2. Weltkrieg zu großen Teilen zerstörten Berliner Stadtschlosses errichtet.

Das Gebäude hatte eine Länge von 180 und eine Breite von 85 Metern. Die Höhe von 32 Metern orientierte sich an der des Staatsratsgebäudes.

Der Palast der Republik war nicht nur Sitz der DDR-Volkskammer, sondern in ihm waren auch zahlreiche Foyers, Restaurants, Festsäle und eine Kegelbahn zu finden. So diente der kleine Saal als Sitz der Volkskammer, und der große Saal wurde für Festveranstaltungen genutzt. Für den Palast der Republik kursierten zahlreiche satirische Bezeichnungen, so zum Beispiel Palazzo prozzo, Ballast der

Republik und Erichs Lampenladen. Berühmt wurde der Palast der Republik unter anderem, als im Oktober 1983 Udo Lindenberg dort ganz überraschend ein Konzert vor ausgewähltem Publikum geben durfte.

Wegen akuter Asbestverseuchung wurde der Palast im Jahre 1990 geschlossen. Eine Sanierung war höchstwahrscheinlich von Anfang an nie ernsthaft in Erwägung gezogen. Im Zeitraum 1998 bis 2001 wurde der Asbest aufwändig entfernt, in der Nachfolgezeit fanden im Palast diverse Veranstaltungen statt.

2002 beschloss der Bundestag den Abriss des Palastes der Republik. Die Schätzungen für die Abrisskosten schwanken zwischen 20 und 60 Millionen Euro. Mit den Abrissarbeiten wurde im Februar 2006 begonnen und sie fanden Ende 2008 ihren Abschluss.